Sonntag, 8. August 2010

So leicht lässt sich die eigene Mitte finden...

Es sind Sommerferien. Mit Freunden und der Familie unternehme ich einen Ausflug, und lehrreich darf der auch sein. Also fahren wir nach Pirmasens ins Dynamikum. Wunderbar für uns Erwachsene! Wir spielen uns durch die Ausstellung, während man den verschiedenen Kindern unterschiedlich starkes Interesse bescheinigen muss.

In einem Versuch bilden die Schallwellen ein Wellenmuster in Styroporkügelchen ab. Es ist das Sichtbarwerden von Naad-Yoga, dem Yoga des Klangs, das wir im Kundalini Yoga mit Mantren oft einsetzen.

Doch mein Highlight ist das sich drehende Haus: etwa 6 Leute passen nebeneinander auf eine Bank, die feststeht, und das Modellhaus beginnt sich um die Achse zu drehen. Unsere Augen lassen sich täuschen und man hat das Gefühl sich selbst zu drehen. Wir bekommen eine Sicherheitsanweisung und es gibt Notaus-Knöpfe, weil die falsche Wahrnehmung so echt wirkt. Wir drehen uns vor und wieder zurück, mal schneller, mal langsamer. Nachdem ich erst das drehende Gefühl genossen habe, konzentriere ich mich auf meine Wahrnehmung und sage mir immer wieder: "das Zimmer dreht sich und ich sitze". Schon nach ein paar Wiederholungen können meine Augen die Täuschung erkennen. Das Zimmer wirbelt um mich herum und das Schwindelgefühl ist vorbei. Die Wahrnehmung ist die gleiche, doch mein Bewusstsein hat sich geändert.

Im Yoga finden wir durch Atmung, Asanas und Meditation unsere innere Mitte. Unser Bewusstsein ändert sich: Wir erkennen, dass das Leben um uns herumwirbelt, während wir ruhig und entspannt im Leben stehen oder sitzen können. So wie im drehenden Haus im Dynamikum.



Alle Kinder hatten übrigens einen Heidenspaß an den Wasserspielen im Park neben dem Dynamikum. So dass wir alle zufrieden mit dem Tag wieder nachhause fuhren.

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